Die Kompanie auf der Festung

Unterstützt
durch:

Pirlo Stadt Kufstein

Die Geschichte des Thierberg Turms

Der Thierberg Turm ist Teil der ehemaligen Burg Thierberg, die im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Die Burg diente zunächst als Wehranlage und zur Sicherung der wichtigen Handelswege im Inntal. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte sie mehrfach den Besitzer und verlor mit der Zeit ihre militärische Bedeutung.

Im 17. Jahrhundert wurde die Burganlage um eine Kapelle erweitert, die bald als beliebter Wallfahrtsort bekannt wurde. Die Kapelle Maria Hilf beherbergt eine beeindruckende Sammlung von Votivbildern und religiösen Artefakten, die von tiefem Volksglauben zeugen. Besonders bekannt ist das kleine Gnadenbild der Muttergottes, das zahlreiche Pilger anzieht. Über viele Jahrzehnte hinweg lebten auf dem Thierberg Einsiedler, die sich um die Kapelle kümmerten und Pilger empfingen – eine Tradition, die bis heute fortbesteht.

Während die meisten Teile der Burg im 19. Jahrhundert verfielen, blieb der markante Turm bestehen und wurde später restauriert. Heute ist er einer der letzten sichtbaren Überreste der einstigen Festung und ein bedeutendes historisches Wahrzeichen der Region.

Heute verbindet der Thierberg Turm auf einzigartige Weise Geschichte, Kultur und Natur. Mit seiner Kapelle, der historischen Ausstellung und dem weiten Blick über das Inntal ist er ein Ort des Erinnerns und ein beliebtes Ziel für Wanderer, Wallfahrer und Geschichtsinteressierte.

Für die Thierberger Schützen hat der Turm eine besondere Bedeutung: Er symbolisiert nicht nur die lange Geschichte der Region, sondern auch die enge Verbundenheit der Schützen mit ihrer Heimat. Die Schützenkompanie, die bereits im 19. Jahrhundert bestand, trug einst den Namen des Thierbergs, und bis heute ist der Turm ein wichtiges Identifikationsmerkmal. Über die Jahre hinweg haben sich die Thierberger Schützen immer wieder für den Erhalt des Turms eingesetzt und dazu beigetragen, dass die Anlage gepflegt und für Besucher zugänglich bleibt.